„Die Polizei muss durch Personalaufstockungen und bessere Ausstattung entlastet werden“

Anlage / Foto (Sven Glombitza): Der hessische Landtagsabgeordnete Tobias Eckert (Verkehrspolitischer Sprecher und Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden) und Kriminaldirektor Frank Göbel. (von links nach rechts)
Anlage / Foto (Sven Glombitza): Der hessische Landtagsabgeordnete Tobias Eckert (Verkehrspolitischer Sprecher und Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden) und Kriminaldirektor Frank Göbel. (von links nach rechts)

LIMBURG-WEILBURG. Anlässlich der regelmäßigen Besuche von Tobias Eckert bei der Polizeidirektion Limburg-Weilburg trafen sich der Leiter der Polizeidirektion Kriminaldirektor Frank-Helmut Göbel und Tobias Eckert zu Gesprächen in der Polizeistation Limburg an der Lahn.

 

Frank Göbel und Tobias Eckert trafen sich, um über die derzeitige Lage und Zukunftsperspektiven der Polizeidirektion Limburg-Weilburg bzw. der hessischen Landespolizei zu sprechen. Dabei berichtete Frank Göbel, dass nicht nur die Frage nach mehr Personal seine Arbeit weiterhin begleiten werde, sondern auch wie ein gelungener Austausch zwischen erfahrenen älteren Polizeibeamten/-innen und jüngeren Kollegen/-innen gelingen könnte. Er stellte weiterhin fest, dass der Polizeieinsatz am Dannenröder Forst Einsatzkräfte aus ganz Hessen binde und Auswirkungen auf den Regelbetrieb der Polizei in Limburg-Weilburg habe.

Tobias Eckert, Mitglied im Innenausschuss sowie im Ausschuss für Digitales und Datenschutz des hessischen Landtags, kennt die angespannte personelle Lage der Polizei: „Jede Bürgerin und jeder Bürger muss sich in unserer Heimat sicher fühlen können, wobei eine stetige Polizeipräsenz eine wichtige Rolle spielt. Hier müsste die Landesregierung ansetzen. Auch in der Digitalisierung stecken viele Möglichkeiten die tägliche bürokratische Arbeit der Einsatzkräfte zu erleichtern und zu beschleunigen, sodass sie mehr Zeit für Außeneinsätze haben. Die Polizei braucht grundsätzlich mehr Personal, dennoch müssen wir auch über solche Wege nachdenken die Polizei zu unterstützen“, erklärte Tobias Eckert. Der heimische Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag sprach mit Frank Göbel ebenfalls über das Bild der Polizei in der Gesellschaft und die Skandale, die in letzter Zeit das Ansehen der Polizei in Hessen erschüttert haben. „Die Enthüllungen rechtsextremer Einstellungen einiger Beamter und die unberechtigten Abfragen an hessischen Polizeicomputern erfordern eine lückenlose Aufklärung. Dies geschieht auch im Interesse der vielen engagierten Polizeibeamten und Polizeibeamtinnen,“ mahnte Tobias Eckert.

Er selbst konnte schon öfter an Polizeieinsätzen als Beobachter teilnehmen und sich vom Alltagsgeschäft der Polizei ein Bild machen. „Die Polizei leistet, allen Schwierigkeiten zum Trotz, ihren unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt der öffentlichen Ordnung 24h am Tag. Davon konnte ich mich während verschiedener Praktika überzeugen und freue mich auch schon auf das nächste Mal, wenn die Corona-Pandemie endgültig unter Kontrolle ist“, sagte Eckert.

Nach Eckert fehlten konkrete Vorschläge vom hessischen Innenminister Peter Beuth, wie genau die Landesregierung gedenkt die hessische Polizei auf ihre Aufgaben in den nächsten Jahren vorzubereiten. „Die Landesregierung muss nun in Bewegung kommen. Die Sicherheit der Menschen erfordert genügend Personal und dieses eine gute Ausstattung vor Ort “, forderte Eckert.