Tobias Eckert (SPD): IAA-Standort-Entscheidung bedauerlich – neue Wege suchen

Tobias Eckert, heimischer SPD Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Limburg-Weilburg.

Der Hessische Landtag hat heute (am 30. Januar 2020) über die Entscheidung des Verbandes der Deutschen Automobilunternehmen (VDA) debattiert, die Internationale Automobilausstellung (IAA) aus Frankfurt am Main an einen neuen Standort zu verlagern.

Dazu sagte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Tobias Eckert: „Wir bedauern die Entscheidung des VDA vom gestrigen Tage, dass die IAA künftig nicht mehr in Frankfurt ausgerichtet wird, obwohl sich Frankfurt mit einem überzeugenden Konzept um die Ausrichtung einer ganzheitlichen Mobilitätsmesse beworben hatte. Für uns ist nicht nachvollziehbar, dass der VDA offensichtlich mit einem neuen Standort dokumentieren will, dass man das Konzept der IAA ändern will – wo sich doch der VDA in den letzten Jahren doch wenig intensiv um eine Weiterentwicklung der Zukunft der Messe und damit der Mobilität bemüht hat.

Bemerkenswert ist, wieviel kleines Karo CDU, FDP und andere dem VDA unterstellen, wenn sie annehmen, dass die kritischen – und zu Recht kritischen – Äußerungen eines Oberbürgermeisters ausreichen könnten, um einen der wichtigsten und mächtigsten Unternehmerverbände des Landes dazu zu bringen, eine der wichtigsten Branchenmessen aus Frankfurt abzuziehen. Wir sollten uns jetzt an Axel Hellmann von Eintracht Frankfurt halten, der heute getwittert hat: ‚Erspart uns Gejammer und Schuldzuweisungen: Chancen für Frankfurt/Rhein-Main sehen und nutzen!‘

Wir sollten uns jetzt bemühen, die Gamescom, also die größte Computerspielemesse, nach Frankfurt zu holen. Bisher konnte die Gamescom wegen der zeitlichen Überlappung der Auf- und Abbauzeiten der IAA nicht in Frankfurt stattfinden. Das ist nun leider anders gelöst worden, als wir es uns gewünscht hätte, aber hier könnte sich das Land jetzt einbringen.

Wir bedauern die Entscheidung des VDA gegen Frankfurt, gegen Hessen. Die Landesregierung sollte diese Absage aber auch als Weckruf nutzen, damit sich das Land Hessen bei den Themen Automobilindustrie und Zukunft der Mobilität endlich stärker positioniert. Die Beschäftigten in der Automobilindustrie, der Wirtschaftsstandort Frankfurt, der Wirtschaftsstandort Hessen, die Zukunft der Mobilität in Hessen – sie alle brauchen kein nicht das kleine, parteipolitische Karo der Union, sie brauchen Gestaltung und politische Antworten.“