Tobias Eckert (SPD): IAA muss in Frankfurt bleiben – Weiterentwicklung zur Mobilitätsmesse erforderlich

Tobias Eckert, heimischer SPD Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Limburg-Weilburg.

Der Hessische Landtag hat heute darüber debattiert, wie die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt weiterentwickelt werden kann. Der wirtschafts- und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Tobias Eckert, forderte in der Debatte eine thematische Weitung der Messe hin zu einem Branchen- und Publikumstreff für moderne Mobilität.

Eckert sagte: „Es ist ohne Zweifel so, dass die IAA als reine Automobilmesse an ihre Grenzen gestoßen ist – so wie das Automobil als Hauptträger des Verkehrs an seine Grenzen stößt. Die Zukunft besteht in einer wirklichen Vernetzung aller Verkehrsträger zu einem Gesamtkonzept für die Mobilität von Menschen und Gütern. Und wir sehen, dass hier gerade Vieles in Bewegung ist. Mit Freude habe ich bei meinem Besuch auf der diesjährigen IAA festgestellt, dass die Autohersteller daran arbeiten, ihr Angebot so zu erweitern, dass sie auch in einem zukünftigen integrierten System der unterschiedlichen Mobilitätsanbieter eine wichtige Rolle spielen. Diese Bemühungen gehen weit über die Entwicklung von alternativen Antrieben hinaus, was richtig und wichtig ist. Es ist die große Chance der Messe Frankfurt, mit einer weiterentwickelten IAA zum Schaufenster der Welt für eine nachhaltige, zukunftssichere Mobilität zu werden. Darin sind wir uns mit dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt völlig einig, dafür setzen wir uns ein.

Die Weiterentwicklung der Automobilbranche ist schon Wirklichkeit. Sie muss sich auch auf den entsprechenden Messen abbilden – und es muss im Interesse der Frankfurter Messe, der Stadt Frankfurt, Hessens und Deutschlands liegen, dass eine IAA 2.0 zur Leitmesse der Welt für Mobilität wird. Alles andere würde der Bedeutung der Branche für die Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und den Wohlstand in unserem Land nicht gerecht. Der Protest gegen die IAA als reine Automesse und die kritischen Stimmen aus der Bevölkerung sind ein Zeichen dafür, dass eine Weiterentwicklung der IAA breite Unterstützung finden wird. Darüber wollen wir einen gesellschaftlichen Dialog führen. Und ich halte es für eine klare Aufgabe der Landesregierung, diesen Dialog zu moderieren, zu strukturieren und zu einem für alle Beteiligten zufriedenstellenden Ergebnis zu führen. Dieser Aufgabe muss sich die Landesregierung stellen, wenn sie sich der Zukunft der Mobilität nicht verweigern will.“