Mit den Landtagsabgeordneten unterwegs im Odenwald

Die Landtagsabgeordneten Tobias Eckert und Rüdiger Holschuh lassen sich vor Ort von Kornelia Horn (Geschäftsführerin der Odenwald Tourismus GmbH) informieren

ODENWALDKREIS. – Der aus Limburg-Weilburg stammende Landtagsabgeordnete Tobias Eckert, Tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, bereist derzeit alle hessischen Tourismusdestinationen.

Er möchte sich vor Ort ein Bild von vorhandenen Angeboten und Organisationsstrukturen machen. Besonders wichtig ist ihm das persönliche Gespräch mit Vertretern der Tourismuswirtschaft über aktuelle Herausforderungen unserer Zeit wie Fachkräftemangel, Nachfolgeregelungen, Investitionsstau, fehlender Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und Bürokratie.

Dabei geht es ihm darum, in den Gesprächen mit den Akteuren vor Ort herauszuhören, wo die Landespolitik bei der Lösung von Problemen unterstützen kann.

Am Montag, 12. Januar, stand bei Tobias Eckert eine Rundreise durch den Odenwald auf dem Programm. Begleitet wurde er von seinem Kollegen und Kreistagsvorsitzenden im Odenwaldkreis, Rüdiger Holschuh (SPD), sowie von der Geschäftsführerin der Odenwald Tourismus GmbH, Kornelia Horn.

Die erste Station war die Geschäftsstelle der Odenwald Tourismus GmbH in Michelstadt. Dort informierten sich Tobias Eckert & Rüdiger Holschuh über den aktuellen Stand der Umsetzung des im Dezember 2007 vom Kreistag des Odenwaldkreises beschlossenen touristischen Marketing- und Organisationskonzeptes für den gesamten Odenwald.

Diskutiert wurde über Organisationsstrukturen in den Touristischen Arbeitsgemeinschaften. Mit insgesamt sechs touristischen Buchungszentren ist der Odenwaldkreis in der touristischen Vermarktung hervorragend aufgestellt.

Wo vor Ort die Zusammenarbeit mit Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben gepflegt, Angebote und Infrastruktur entwickelt werden, dort funktioniert auch die touristische Vermarktung. In anderen Teilregionen müsse noch an der Schaffung von Strukturen gearbeitet werden.

Über die interkommunale Zusammenarbeit, die Bündelung von personellen und finanziellen Ressourcen kann auch bei schwieriger kommunaler Finanzlage im Tourismus viel bewegt und Neues geschaffen werden. Davon überzeugten sich Tobias Eckert und Rüdiger Holschuh in Amorbach.

Dort konnte im vergangenen Jahr das Geopark-Informationszentrum Bayerischer Odenwald in der Fürstlichen Abtei eingeweiht werden. Möglich ist dies dank der gemeinsamen Finanzierung des Projektes durch die Stadt Amorbach, die Gemeinden Weilbach, Laudenbach, Rüdenau, Schneeberg und Kirchzell.

Das könnte ein Modellprojekt für andere Kommunen im Odenwald sein, die aufgrund mangelnder finanzieller Ausstattung gezwungen sind, die Öffnungszeiten für den Tourismus wichtiger Einrichtungen einzuschränken und am Ende ganz zu schließen.

Wichtig sei hier, dass politische Entscheidungsträger über kommunale Grenzen hinaus denken und die in der interkommunalen Zusammenarbeit liegenden Chancen erkennen.

Um spezielle Probleme der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe im Odenwald ging es bei der nächsten Station im Odenwald-Gasthaus Mümlingstube im Gespräch mit den Vorsitzenden der Odenwald-Gasthäuser, Rainer Schäfer und des Hotel- und Gaststättenverbandes Odenwaldkreis, Armin Treusch.

Wie kann die Wirtschaftlichkeit von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben verbessert werden? Vor dieser für das weitere Fortbestehen entscheidenden Frage stehen heute viele Familienbetriebe im Odenwald. Gemeinsam wurde in der Runde über mögliche Lösungsansätze beraten.

Über Potentiale des Gesundheitstourismus für den Odenwald wurde bei der letzten Station in der Odenwald-Therme diskutiert. Die Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Bad König GmbH, Inge Ollmann, legte die Kompetenzen des Odenwaldes und hier insbesondere des Odenwaldkreises in diesem Bereich sehr anschaulich dar.

Sie wies aber auch deutlich auf die finanziellen Belastungen hin, die der Stadt Bad König durch den Betrieb der Odenwald-Therme entstehen. Die Stadt wird mit der Finanzierung der Odenwald-Therme allein gelassen. Mit 180.000 Besuchern pro Jahr ist die Odenwald­-Therme der wichtigste touristische Anziehungspunkt im Odenwaldkreis. Auch hier sind Lösungen gefragt.

Mit vielen Eindrücken und Informationen im Gepäck machte sich der Landtagsabgeordnete, Tobias Eckert, auf die Heimreise nach Limburg. Er versprach, wiederzukommen.

Quelle: http://www.fact-in-deutschland.de/index.php?id=178&tx_ttnews%5Btt_news%5D=57116&tx_ttnews%5BbackPid%5D=173&cHash=ace91cd273