Das Problem des Schwerlastverkehrs in Dehrn

DEHRN. Der heimische Landtagsabgeordnete Tobias Eckert und Günter Rudolph, der bei einem SPD-Wahlsieg Verkehrsminister unter Thorsten Schäfer-Gübel werden soll, trafen sich mit den Ortsbeiräten von Dehrn und Eschofen und mit dem Runkeler Bürgermeister. Konsens des Gesprächs war es, den Schwerverkehr aus den Orten raus halten zu wollen.

Geplant sei von Hessen Mobil ein Ausbau der alten Dehrner Lahnbrücke, der nur dazu diene, eine Abkürzung für den Lastverkehr von der B8 auf die B 49 zu schaffen. Doch dieses Vorhaben stehe nicht im Interesse der Anwohner. Die engen Gehsteige sind jetzt schon eine Gefahr für ältere Menschen mit Gehhilfe oder Mütter mit Kinderwagen.
Der Schattenminister für Verkehr betonte, dass es Brückenarbeiten, nur um den Lastverkehr anzulocken, unter ihm als Minister nicht geben werde. Die hessischen Mittel für den Straßenbau seien sowieso knapp. Da werde er keine Projekte unterstützen, die die Menschen vor Ort nicht für Gut heißen. Rudolph vertritt die Ansicht, dass es der Sache dienlicher ist, die LKW-Maut auf allen Straßen auszuweiten. Dadurch gäbe es keinen Anreiz mehr für LKW-Fahrer den Autobahnen auszuweichen, um Geld zu sparen. Wichtig sei es, der Verödung der Ortskerne entgegenzutreten. Aber viel befahrene Ortsstraßen mindern die Lebensqualität im Ort. „Lärmbelastung, Gefahrenquelle für Fußgänger und Schädigung der anliegenden Häuser durch Erschütterungen. Es wird höchste Zeit, die Orte vom Schwerlastverkehr zu befreien!“, so Tobias Eckert.
Rudolph stellte klar, dass er als Minister bei solchen Angelegenheiten keine Fachbehörden entscheiden lassen würde, sondern dass die Betroffenen vor Ort in die Entscheidungsfindung mit einbezogen werden müssen, so dass Bauvorhaben durch mehr Legitimität abgesichert werden oder auch verhindert werden können.